Benchmarking

Kontext: Benchmarking

Das Nachhaltigkeits-Benchmarking ist eine Methode für Unternehmen die eigene Nachhaltigkeitsleistung systematisch und an den Besten orientiert zu optimieren. Besonderheiten sind:

  • alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales werden betrachtet;
  • das Benchmarking misst Nachhaltigkeitsleistungen mit Kennzahlen, sogenannten Key Performance Indikatoren (KPI). Um gemessene Leistungen besser erklären zu können, wird auch verglichen, welche Best Practices ein Unternehmen bereits umgesetzt hat.
  • Anders als in Berichtstandards wird das Benchmarking nicht auf der Ebene eines Gesamtunternehmens durchgeführt, sondern für inhaltlich-gleiche Funktionsbereiche, zum Beispiel für Geschäftsreisen & Mobilität, IT & Offices, Transport & Logistik, usw.. Dies ermöglicht den konkreten Vergleich intern zwischen Unternehmensbereichen sowie extern zwischen Unternehmen der gleichen Branche und darüber hinaus.

Das Benchmarking unterstützt so Unternehmen, konkrete Leistungslücken bei der Nachhaltigkeit zu erkennen und über kontinuierliche Verbesserung zu schließen. Zusätzlich gewinnt das Unternehmen Sicherheit für die Innen- und Außendarstellung: Die eigene Nachhaltigkeitsposition im Markt kann besser eingeschätzt und belegt werden. Das Risiko, sich zu überschätzen, wird verringert.

 

Im Jahr 2015 hat time2sustain gemeinsam mit atmosfair und EcoLibro das  Benchmarking-Verfahren initial für die Funktionen „Geschäftsreisen & Mobilität“ entwickelt und erfolgreich mit 20 Unternehmen umgesetzt. Nun ist geplant, die Methode auf weitere Funktionen der Wertschöpfungskette auszuweiten. Auch wird das bisherige Excel-basierte Verfahren auf eine Online-Plattform übertragen, die Unternehmen ein real-time Benchmarking erlaubt.

 

Methode: Benchmarkingprozess

Der Benchmarking-Prozess läuft in vier Schritten ab:

 

  • 1. Schritt: Vorbereitung

In der Vorbereitung legt das Unternehmen fest, welche Funktionen es in den Benchmarking-Prozess einbeziehen möchte. Es können zum Beispiel Geschäftsreisen separat oder zusammen mit Dienstfahrzeugen und Mitarbeitermobilität analysiert werden. Außerdem wird bestimmt, ob das Unternehmen ein internes oder externes Benchmarking durchführen und mit welchem Bezugsjahr oder welchen Referenzgruppen es sich vergleichen möchte. Schließlich wird das Format des Kennzahlen und Analysen umfassenden Reportes festgelegt: Unternehmen können einen Standardreport nutzen oder einen individuellen Report gestalten.

 

  • 2. Schritt: Datenerhebung für KPIs und Best Practices

 

Wie zuvor beschrieben, wird nicht, wie geläufig, ausschließlich anhand quantitativ bemessener KPIs verglichen, sondern es werden auch Best Practice Beispiele analysiert, um relevante Kausalzusammenhänge aufzudecken. Dabei ist die Datenerhebung für Kennzahlen für die Unternehmen der herausfordernde Teil: Nicht immer sind Daten vollständig vorhanden und müssen neu ermittelt werden.

 

  • 3. Schritt: Datenvalidierung und mögliche Iteration

 

Im 3. Schritt werden die Daten validiert. Falls Plausibilitätsprüfungen und erste Vergleiche aufzeigen, dass die Daten noch nicht robust genug sind, wird der Erhebungsprozess iteriert.

 

  • 4. Schritt: Auswertung und Generierung des Reports

 

Im 4. Schritt werden die Daten ausgewertet und ein Benchmarking-Report generiert, der zusammenfasst, wo das Unternehmen bei konkreten Kennzahlen und Best Practices im Vergleich zum Referenzjahr oder den Referenzunternehmen in der jeweiligen Funktion steht. Der funktionsspezifische Vergleich mit Kennzahlen und Best Practices erlaubt es, konkrete nächste Schritte zu identifizieren, mit denen das Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung verbessern kann.

 

 

Abbildung: Die vier Schritte des Nachhaltigkeits-Benchmarkings

 

Das entwickelte Nachhaltigkeits-Benchmarking kann von Unternehmen flexibel eingesetzt werden. Zum einen kann individuell bestimmt werden, welche wesentlichen Funktionen und Teilbereiche in den Benchmarkingprozess miteinbezogen werden. Weiterhin können Teilnehmer mit dem Online-System selber bestimmen, wann sie teilnehmen möchten und wie lange der Prozess dauern soll, so dass die Bearbeitung innerhalb der individuellen zeitlichen Kapazitäten und Ansprüche erfolgen kann. Die Fragebögen sind modular aufgebaut, so dass die verschiedenen Bereiche auch von verschiedenen Mitarbeitern des Unternehmens bearbeitet werden können. 

 

Für jede zu bewertende Funktion kooperiert time2sustain mit einem Partner, der Spezialexpertise einbringt, wie z.B. die CO2-Berechnung für Geschäftsreisen durch atmosfair oder die Wohnortanalyse bei der Mitarbeitermobilität durch EcoLibro. Neben einem Standardreport gibt es die Option für Individualreports zum Beispiel mit unternehmensindividuellen Kennzahlen oder für ein internes Benchmarking.

 

Partner:

Partner bei Geschäftsreisen & Mobilität                                                             

Partner bei Technologie                                                                                       

 

 

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© Dr. Matthias Kannegiesser, time2sustain, 2018

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